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Mitten in der Nacht wachte Jojo auf. Ihre Mutter war noch nicht zu Hause, leise schlich sie ins Wohnzimmer. Sie hatte schrecklichen Durst. Im Eckschrank stand eine geöffnete Flasche Rotwein. Jojo nahm sie mit auf ihr Zimmer. Die Leuchtzeiger ihres Weckers standen auf halb 12. Seit dem ihre Mutter diesen Mathias kennen gelernt hatte blieb sie immer öfter so lange weg.
Jojo setzte die Flasche an die Lippen und trank einen Schluck.
Sie stand auf und sah aus dem Fenster. Sie lebte allein mit ihrer Mutter in einer kleinen Wohnung im 5. Stock eines Hochhauses. Im gegenüberliegenden Fenster brannte noch Licht. Es war das Haus ihres Freundes – nein Exfreundes. Er hatte vor ein paar Tagen Schluss gemacht, er hatte jemand anderen kennen gelernt.
Sie schnaubte verächtlich als sie an seine neue Freundin dachte und trank noch einen Schluck.
Dann legte sie die Flasche beiseite und kroch wieder zurück ins Bett. Sie schloss die Augen und dachte an morgen. Morgen war Montag und- sie schrak auf, und in der 3. Unterrichtsstunde würden sie die Mathevergleichsarbeit schreiben!
Ihre Mutter war so sauer gewesen als sie nach der letzten Arbeit mit einer 5 nach Hause kam, dass ihr das auf keinen Fall wieder passieren durfte!
Sie setzte sich an ihren Schreibtisch und versuchte sich den gesamten Stoff der 8. Klasse einzutrichtern. Doch sie konnte es sich einfach nicht merken.
Sie griff erneut zur Flasche und trank sie mit einem mal leer. Sie stützte sich an der Wand ab, bis hin zu dem offenen Fenster. Verschwommene Umrisse eines Autos waren zu erkennen. Sie hörte eine Wagentür zuknallen.
Mit einem mal erbrach sie ihren gesamten Mageninhalt über dem kopf von dem neuen Lover ihrer Mutter.


liebe Inga, ich habe gerade deinen Beitrag gelesen, deine Protagonistin steht ja ziemlich unter stress und zum Glück endet deine Geschichte anders als ich es fast befürchtet hatte. Da ich im Rahmen mit Jugendlichen häufig zu diesem Thema diskutiere, würde ich deine Geschichte gerne dafür als Gesprächsanlass nutzen. Herzlichen dank Andrea Rodiek/spz